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Originalien

Hépatite B et C: une mise à jour sur lʼhépatite virale chronique

L’hépatite virale est une problématique de santé publique majeure contre laquelle l’organisation mondiale de la santé (OMS) a proposé de nombreuses stratégies pour son élimination. Malgré de nombreuses avancées thérapeutiques, il reste des freins pour atteindre les objectifs ambitieux proposés par l’OMS. Concernant le virus de l’hépatite B (VHB), un effort doit être fourni pour promouvoir la ...

Chronischer Pruritus

Chronischer Pruritus ist ein häufiges Symptom mit einer Prävalenz von rund 15 %. Neben klassischen Hauterkrankungen wie der atopischen Dermatitis oder Psoriasis leiden auch zahlreiche Patienten mit internistischen, neurologischen und psychiatrischen Krankheitsbildern an Pruritus. Die häufigsten internistischen Ursachen des chronischen Pruritus sind chronische Niereninsuffizienz, Leber- und ...

Ernährung im Alter – ein wesentlicher Schlüssel zum Erhalt der Funktionalität und Lebensqualität

Jenseits des 70. Lebensjahrs ist bei älteren Menschen regelhaft eine Abnahme der Muskelmasse sowie eine Zunahme der Fettmasse zu beobachten. Diese Veränderungen der Körperzusammensetzung stellen eine wesentliche Prädisposition für den im Alter drohenden Verlust an Funktionalität und Selbständigkeit dar. In diesem Kontext kommt der richtigen Ernährung sowie insbesondere dem Vermeiden einer ...

Klinisches Management von Patienten mit Leberzirrhose

Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose sind durch verschiedene Komplikationen wie Aszites, spontan-bakterielle Peritonitis, Varizenblutung, hepatische Enzephalopathie, hepatorenales Syndrom und hepatozelluläres Karzinom gefährdet. Die Übersichtsarbeit gibt einen Überblick über die Prävention und das klinische Management bei Leberzirrhose basierend auf aktuellen Richtlinien. Daneben ...

Enuresis nocturna im Kindes- und Jugendalter

Das nächtliche Einnässen im Kindesalter ist ein häufiger Konsultationsgrund im kinderurologischen Alltag. Nach heutiger Ansicht sind psychische Probleme („die Seele weint“) meistens nicht ursächlich. Die Ätiologie ist multifaktoriell inklusive einer genetischen Prädisposition und bisher nicht im Detail geklärt. Aber für viele Familien ist dies eine belastende Situation, und sie kann das ...

Klinische Fachspezialisten in der Urologie: ärztliche Entlastung im stationären Bereich

Im vorliegenden Artikel wird auf das neue Berufsfeld der klinischen Fachspezialisten/„physician associates“ im stationären Bereich der Urologie eingegangen. Hierbei werden der Nutzen, die Vorteile und konkrete Anwendungsbereiche von Pflegenden mit Fachhochschulabschluss in diesem Setting aufgezeigt. Es zeigt sich, dass der Bedarf für eine Entlastung der Assistenzärzte durchaus real ist und ...

Nykturie – Epidemiologie, Pathophysiologie und Therapie

Nykturie ist eine für Patienten störende Symptomatik, welche Frauen und Männer aller Altersgruppen betrifft. Die Prävalenz wird häufig unterschätzt, ebenso die Auswirkungen auf Schlaf- und Lebensqualität, sekundäre Morbiditäten und direkte und indirekte Kosten. Die Nykturie ist ein Symptom mit vielen und unterschiedlichen Ursachen, die häufig nicht urologischer Natur sind. Die häufigste ...

Prise en charge de la diverticulite aiguë

La prévalence de la maladie diverticulaire colique est en augmentation au niveau mondial, ce qui est probablement en lien avec des changements de mode de vie. Bien qu’elle reste plus fréquente chez les patients âgés, une augmentation spectaculaire de son incidence a été observée dans les groupes d’âge plus jeunes ces dernières années. La diverticulite aiguë est une des conditions cliniques ...

Gynécomastie en pratique clinique pour les urologues

La gynécomastie est fréquemment retrouvée dans la pratique clinique de l’urologue ou du médecin généraliste. D’un point de vue physiopathologique, elle résulte d’un déséquilibre entre la concentration des œstrogènes et des androgènes. De multiples pathologies et traitements peuvent amener à cette perte d’équilibre. Il est important pour le clinicien de reconnaitre les signes de danger qui ...

Neues zur Therapie des Pankreaskarzinoms: Hoffnung am Horizont?

Das Pankreaskarzinom stellt sowohl eine therapeutische Herausforderung dar: für den Chirurgen auf Grund der anatomischen Nähe zu vitalen Arterien und Venen, welche eine onkologische Resektion mit weitem Sicherheitsabstand oft nicht zulassen, für den Onkologen aufgrund der im Vergleich zu anderen Malignomen des Gastrointestinaltrakts limitierten Wirksamkeit einer Systemtherapie. Viele ...

Moderne Diagnostik bei ösophagealen Motilitätsstörungen

Für die Abklärung oberer gastrointestinaler Symptome wie der Dysphagie, nichtkardialer Thoraxschmerzen, Regurgitationen sowie des gastroösophagealen Refluxes stellt die hochauflösende Ösophagusmanometrie einen Goldstandard der modernen gastroenterologischen Funktionsdiagnostik dar. Seit Erscheinen der Chicago-Klassifikation 1.0 im Jahr 2008 als Befundungsrichtlinie folgten mehrere ...

Abdominelle Distension und Blähungen

Abdominelle Blähungen und Distensionen sind häufige klinische Symptome bei gastroenterologischen Patienten, die mit starker Einschränkung der Lebensqualität einhergehen können. Pathophysiologische Mechanismen sind komplex und sehr individuell und beinhalten a) eine gestörte abdominelle Akkommodation, d. h. Umverteilung der abdominothorakalen Organe mit Zwerchfelltiefstand und Relaxation der ...

Laparoskopische roboterassistierte Rekonstruktion vesikovaginaler Fisteln: standardisierte Technik und klinisches Outcome

Vesikovaginale Fisteln (VVF) treten in der westlichen Welt insbesondere als Komplikation nach operativen Eingriffen im weiblichen Becken oder nach pelviner Radiotherapie auf und stellen eine hohe Einschränkung der Lebensqualität für die betroffenen Patientinnen dar. In diesem Artikel präsentieren wir unsere minimal-invasive Technik und das Outcome bezüglich der Rekonstruktion vesikovaginaler ...

Vesikoureteraler Reflux beim Kind – eine Übersicht

Der vesikoureterale Reflux (VUR) beschreibt einen nichtphysiologischen Reflux der Harnblase in die Nieren. Während beim primären Reflux und jüngeren Kindern eine hohe Spontanheilungsrate besteht, ist diese beim sekundären Reflux deutlich geringer. Der VUR ist häufig mit einer „bladder bowel dysfunction“ assoziiert, die primär behandelt werden sollte. Hauptkomplikation ist die ...

Fäkale Mikrobiota-Transplantation

Das Mikrobiom oder die intestinale Mikrobiota ist in den letzten Jahren zunehmend ins wissenschaftliche wie öffentliche Interesse gerückt. Es ist Inhalt einer Vielzahl von Medienberichten und Publikationen. Insbesondere die Rolle des Mikrobioms in der Entstehung verschiedenster Erkrankungen sowie die Möglichkeiten, die intestinale Mikrobiota in ihrer Zusammensetzung in therapeutischer ...

Hepatozelluläres Karzinom

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) entsteht in der Regel im Rahmen einer chronischen Lebererkrankung im fortgeschrittenen Stadium. Meist liegt schon eine Zirrhose vor. Patienten mit einer Zirrhose haben ein deutlich erhöhtes Risiko für ein HCC und sollten mittels 6‑monatlichen Ultraschalluntersuchungen überwacht werden. Patienten mit neu entdecktem HCC sollten in einem spezialisierten ...

Le malattie autoimmuni di fegato nell’adulto

L’epatite autoimmune è una infiammazione cronica del fegato che colpisce tutte le età, caratterizzata da transaminasi e immunoglobuline G elevate, presenza di autoanticorpi, epatite dell’interfaccia alla biopsia epatica, e ottima risposta alla terapia con steroidi. Se non trattata, ha una sopravvivenza a 5 anni del 50 %. La colangite biliare primitiva è una patologia cronica colestatica ...

Assistierte Fertilisation

Ungewollte Kinderlosigkeit ist ein ernst zu nehmendes Problem. Für viele Paare stellt der Wunsch nach einem Kind einen zentralen Lebensinhalt dar. Gemäss der „World Health Organisation“ (WHO) liegt eine Sterilität vor, wenn trotz regelmässigem und ungeschütztem Geschlechtsverkehr nach 1 Jahr noch keine Schwangerschaft eingetreten ist. Die Prävalenz variiert je nach Land. Es wird geschätzt, ...

Management des Beckenschmerzsyndroms in der Praxis

Wichtig bei der modernen Betrachtung von Schmerzsyndromen des Beckens ist, dass der Schmerz als Krankheitsprozess gesamthaft ins Zentrum rückt. Dies bedeutet, dass die damit verbundenen funktionellen Organveränderungen sowie die negativen Auswirkungen auf die Kognition, das Verhalten, die Sexualität und die Emotionen in die Betrachtung einbezogen werden und das Augenmerk nicht mehr in erster ...

Behandlung von Harnwegsinfektionen mit Harnblasenspülungen: Vom Leitungswasser zu Bakteriophagen

Harnwegsinfektionen (HWIs) gehören zu den grössten medizinischen Herausforderungen, insbesondere stellt uns der weltweit dramatische Anstieg von Antibiotikaresistenzen vor ungelöste Probleme. Patienten mit Dauerkatheter oder intermittierendem Katheterismus haben ein hohes Risiko für rezidivierende HWIs, aber auch für eine Übertherapie mit Antibiotika. Harnblasenspülungen mit Leitungswasser ...

Therapiemöglichkeiten der weiblichen Belastungsinkontinenz

Die Jahrtausendwende ging in Bezug auf das Thema weibliche Inkontinenz mit vielen wesentlichen Änderungen einher, der Begriff Stressinkontinenz wurde von Belastungsinkontinenz abgelöst, die Integraltheorie von Petros u. Ulmsten sowie das Hammock-Modell von DeLancey erweiterten das Verständnis der weiblichen Inkontinenz, das TVT (Tension-free vaginal tape) setzte sich in kurzer Zeit ...

Neue Hormontherapien beim metastasierten Prostatakarzinom

Die Androgendeprivationstherapie ist seit den 1970er Jahren die Standardtherapie des fortgeschrittenen oder metastasierten Prostatakarzinoms. Nach einiger Zeit unter Androgenentzug lernt das Prostatakarzinom jedoch, unter diesen Umständen zu leben und wird kastrationsresistent. In diesem Stadium der Erkrankung nutzt das Prostatakarzinom die androgene Signalkaskade weiterhin, sodass zu deren ...

Gerinnungsabklärung und antithrombotische Therapie bei gastroenterologischen Endoskopien

Bei Patienten ohne antithrombotische Medikamente (orale Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregations-Hemmer) kann eine Blutungsanamnese eine relevante Gerinnungsstörung entdecken. Eine routinemässige Bestimmung von INR und Thrombozyten vor Endoskopien ist nicht nötig. Vor diagnostischen Gastroskopien mit allfälligen Biopsien müssen antithrombotische Medikamente nicht gestoppt werden. Vor ...

Überaktive Blase (OAB) beim Mann

Diese Übersichtsarbeit zeigt den derzeitigen Stand der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Behandlung der überaktiven Blase (OAB) beim Mann. Grundsätzlich muss die idiopathische OAB (OAB im engeren Sinn) abgegrenzt werden zur OAB, welcher eine auslösende Ursache zugrundeliegt (OAB im erweiterten Sinn). Insbesondere beim Mann kommt hier eine Vielzahl von ...

Behandlung rezidivierender Harnwegsinfekte bei PatientInnen mit neurogener Blasenfunktionsstörung

Harnwegsinfekte (HWI) gehören zu den häufigsten Komplikationen bei PatientInnen mit neurogener Funktionsstörung des unteren Harntrakts. Sie sind mit einer erhöhten Morbidität, Mortalität und einer verschlechterten Lebensqualität assoziiert. Zu den Risikofaktoren gehören eine suboptimal eingestellte Blasenfunktion und die Verwendung von Kathetern. Nur symptomatische Infekte sollten behandelt ...

Low-FODMAP-Diät – Lösung aller Probleme?

Das Thema Ernährung ist für Patienten mit einem Reizdarmsyndrom hochrelevant, da Nahrungsmittel als symptomauslösend empfunden werden. Die Abkürzung FODMAP steht für „fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole“, also kurzkettige Kohlenhydrate, die im Dünndarm schlecht absorbiert werden und durch Fermentationsprozesse Blähungen und Stuhlunregelmässigkeiten ...

Hereditäre gastrointestinale Tumoren

Eine familiäre Veranlagung liegt in einem Viertel aller Fälle von kolorektalen Karzinomen vor. Sehr viel weniger Patienten (ca. 5 %) sind von einer vererbbaren genetischen Veranlagung betroffen. Dabei ist es interessant, dass ein nennenswerter Prozentsatz der hereditären Tumoren durch Neumutationen verursacht wird – die Familiengeschichte ergibt also keinen Hinweis, die Diagnose ist aber ...

Nierenteilresektion: von der offenen Nephrektomie zur roboterassistierten Nierenteilresektion

In der Schweiz erkranken rund 1000 Patienten pro Jahr an einem Nierenzellkarzinom, was gut 3 % aller Krebserkrankungen ausmacht. Aufgrund häufiger durchgeführter Bildgebungen sowie besserer Qualität derselben werden Nierentumoren heute oft als Zufallsbefund entdeckt. Die Nierenteilresektion löste in den letzten Jahren die radikale Nephrektomie als Therapie der Wahl bei Nierentumoren bis 7 cm ...

Mesenchymale Stammzellen als neue Therapie bei Morbus-Crohn-Patienten mit Fisteln

Die Behandlung komplexer Morbus-Crohn-assoziierter perianaler Fisteln erfordert meist ein interdisziplinäres Vorgehen. Der medikamentösen Therapie wird zur initialen Behandlung sowie zum Remissionserhalt eine essenzielle Rolle zuteil. Bei einem unzureichenden Ansprechen oder bei Therapieversagen ist bei symptomatischen Fisteln ein chirurgisches Vorgehen der nächste Schritt. Aufgrund der ...

PSA et IRM: comment s’en servir de façon raisonnable pour la détection du cancer de la prostate

Le cancer de la prostate est la deuxième tumeur la plus fréquemment diagnostiquée chez les hommes. Elle est responsable d’un impact significatif sur la mortalité ou la qualité de vie des patients, mais, contrairement à d’autres tumeurs, est parfois une maladie à lente progression. Une détection précoce avec dosage de lʼantigène prostatique spécifique (PSA) et un toucher rectal doit être ...

Lebertransplantation in der Schweiz 2020

Die Lebertransplantation ist in den letzten beinahe 40 Jahren zu einer etablierten Therapie der fortgeschrittenen Leberzirrhose, des akuten Leberversagens sowie gewisser auf die Leber beschränkter Tumorerkrankungen geworden und stellt somit für viele unserer Patientinnen und Patienten eine lebensrettende Behandlungsmöglichkeit dar. Leider jedoch ist der Zugang zu einer Lebertransplantation ...

Die unklare Nierenraumforderung: wie weiter?

Raumforderungen der Niere sind eine heterogene Gruppe von benignen und malignen Tumoren. Eine entscheidende Rolle bei der weitergehenden Differenzierung und auch Überwachung spielt die Bildgebung. In gewissen Fällen kann eine Biopsie sinnvoll sein, insbesondere bei der Abklärung von metastasierten Leiden oder vor ablativen Verfahren zur Gewinnung einer Histologie. Bei T1/T2-Tumoren sollte, ...

Nach dem Stein ist vor dem Stein – moderne Prophylaxe des Nierensteinleidens: Ernährung oder Tabletten?

Nierensteine entstehen multifaktoriell (genetische Prädisposition, Ernährung, Lebensstil und Umweltfaktoren). Kalziumsteine (Kalziumoxalat, seltener Kalziumphosphat) sind mit 85 % aller Fälle die häufigste Steinart. Ernährungstechnischen Massnahmen zur Rezidivprophylaxe beim Kalziumoxalatsteinleiden sind 1) Steigerung der Trinkmenge (>3 l pro Tag); 2) Steigerung der Kalziumzufuhr auf ...

Die flexible Endosonographie in der Gastroenterologie: die Entwicklung von der Diagnostik zur Therapie

Die Endosonographie (EUS) in der Gastroenterologie hat sich von der rein diagnostischen Modalität zur vielversprechenden therapeutischen Disziplin gewandelt. Erster Schritt in diese Richtung war das EUS-gesteuerte Entnehmen von Gewebsproben an schwierig zugänglichen Lokalisationen; hier ist die Feinnadelpunktion von Pankreasläsionen an vorderster Stelle zu nennen. Mit dem EUS-gesteuertem ...

Recommandations sur la prise en charge du cancer du pénis

Le cancer du pénis est une pathologie relativement rare dans nos régions qui est souvent associée à une infection à HPV. Il se manifeste par une lésion de la verge, distale dans la majorité des cas. L’examen clinique local est essentiel pour réaliser le staging local, déterminant pour le bilan pré-opératoire. Le statut ganglionnaire inguinal doit également être systématique, étant donné que ...

Adipositaschirurgie: Update 2020

Die Anzahl übergewichtiger und adipöser Patienten steigt weltweit epidemisch an. Neben massiven sozioökonomischen Folgen sehen wir uns mit einer Vielzahl von adipositasassoziierten Begleiterkrankungen konfrontiert, die zum Teil eine massive Belastung für die betroffenen Patienten darstellen. Die Therapie sollte idealerweise so früh wie möglich durch ein interdisziplinäres Team begonnen ...

La stéatopathie dysmétabolique

La stéatopathie dysmétabolique (NAFLD) est une maladie hépatique à évolution lente qui comprend un spectre allant de la stéatose hépatique non alcoolique, à la stéatohépatite non alcoolique (NASH) et dans les cas graves, la cirrhose. La NAFLD est la pathologie hépatique la plus répandue dans les pays occidentaux industrialisés, dont la Suisse, avec une prévalence en croissance rapide ...

Die Harnröhrenstriktur des Mannes

Die Harnröhrenstriktur des Mannes ist eine komplexe Erkrankung und geht mit einer signifikant eingeschränkten Lebensqualität sowie oftmals wiederkehrenden Behandlungen durch den Urologen einher. Abhängig vom Schweregrad und der Dauer seit der ersten Symptommanifestation kann sich das Krankheitsbild u. U. auch negativ auf den gesamten Harntrakt auswirken. Je nach anatomischer Lokalisation der ...

Bariatrische Endoskopie

Die zunehmende Problematik der Adipositas hat zu einer starken Zunahme der chirurgischen Adipositaschirurgie (bariatrische Chirurgie) geführt. Als Alternative und als Zusatz zur Chirurgie wurden neue endoskopische Eingriffe entwickelt. Diese endoskopischen bariatrischen und metabolischen Therapieverfahren werden in der Behandlung der Adipositas an Bedeutung gewinnen. Zur Verfügung stehen ...

Die Rolle der PSMA-PET-CT in der Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms

Die PSMA-PET-CT (Prostataspezifisches-Membranantigen-Positronenemissionstomographie-Computertomographie) ist eine nuklearmedizinische Hybridbildgebung aus Schnittbilddiagnostik mittels CT (Computertomographie) und radioaktiv markiertem Tracer (68Gallium- oder 18Fluor-markiertem PSMA-Liganden). Die simultane Bildgebung kombiniert die Vorteile der molekularen und morphologischen Bildgebung und ...

Radikale robotische Zystektomie mit intrakorporaler Harnableitung

Die radikale Zystektomie stellt die Therapie der Wahl beim muskelinvasiven Urothelkarzinom und bei Höchstrisikokonstellationen des nichtinvasiven Urothelkarzinoms dar. Neben dem offenen Verfahren hat sich in den letzten Jahren die laparoskopisch roboterassistierte radikale Zystektomie etabliert; mit dieser können nicht nur die Entfernung der Harnblase und Lymphadenektomie, sondern auch die ...

Die Harnröhrenstriktur des Mannes

Die Harnröhrenstriktur des Mannes ist eine komplexe Erkrankung und geht mit einer signifikant eingeschränkten Lebensqualität sowie oftmals wiederkehrenden Behandlungen durch den Urologen einher. Abhängig vom Schweregrad und der Dauer seit der ersten Symptommanifestation kann sich das Krankheitsbild u. U. auch negativ auf den gesamten Harntrakt auswirken. Je nach anatomischer Lokalisation der ...

Urolithiasis: Empfohlene Diagnostik und Therapierealität in der Schweiz

Aufgrund der stetig zunehmenden Inzidenz der Urolithiasis sind akute Steinkoliken ein häufiger Vorstellungsgrund auf den Notfallstationen. Eine initiale Bildgebung sollte mit möglichst guter Sensitivität und Spezifität auch kleinere Konkremente nachweisen, um so die optimale Therapie planen zu können. Die native Computertomographie des Abdomens („low-dose“ CT) ist mittlerweile mit einer ...

Stellenwert der Phytotherapeutika in der Therapie von Miktionsbeschwerden

Die medikamentöse Therapie hat einen grossen Stellenwert in der Behandlung von Patienten mit Symptomen des unteren Harntrakts („lower urinary tract symptoms“, LUTS) bei Prostatavergrösserung. Neben synthetischen Präparaten stehen zahlreiche Phytotherapeutika zur Verfügung. Die Datenlage zu Phytotherapeutika in der Therapie von LUTS zeigt eine grosse Varianz und ist teils sogar ...

Management der Hyperferritinämie

Ferritin ist der für die Entgiftung und Speicherung von Eisen entscheidende Proteinkomplex. Es zählt zu den Akut-Phase-Proteinen und wird bei Entzündungen und hohem Eisenspiegel induziert. Bei Eisenmangel wird die Synthese unterdrückt. Zur Differenzialdiagnose der Hyperferritinämie müssen laborchemisch Anämien und Entzündungen gesucht werden. Ausserdem ist nach einer Eisenüberladung ...

Neuromodulation zur Behandlung von Harnblasenfunktionsstörungen

Harnblasenfunktionsstörungen zählen zu den häufigsten urologischen Problemen, mit welchen Mediziner im Alltag konfrontiert werden, und führen nicht selten langfristig zu irreversiblen Schäden am Harntrakt sowie massiven Einschränkungen im Alltag und Verschlechterung der Lebensqualität. Die Erstlinienbehandlung besteht aus verhaltenstherapeutischen Massnahmen (z. B. Anpassung des ...

Behandlung der Urolithiasis: ESWL und endoskopische Verfahren

Die Urolithiasis manifestiert sich am häufigsten durch die akute Steinkolik. Basierend auf der Diagnostik, bildgebend mit Stein-CT und laboranalytisch mit Infekt- und Steinparametern muss eine Notfalltherapie erfolgen, medikamentös oder minimal-invasiv. Je nach Verlauf muss dann die definitive Steinsanierung mit extrakorporaler Stosswellentherapie (ESWL), Ureterorenoskopie (URS) oder ...

Therapiealgorithmen für die Behandlung des Morbus Crohn im klinischen Alltag

Die Therapie des oft schubförmig verlaufenden und nicht heilbaren Morbus Crohn ist komplex und sollte auf den einzelnen Patienten individuell abgestimmt werden. Gerade komplizierte Verläufe (z. B. mit komplexer perianaler Fistelbildung) sind anspruchsvolle Situationen im klinischen Alltag. Das medikamentöse Therapiearmamentarium wurde in den letzten Jahren durch neue Wirkstoffe erweitert, ...

Ein Aus in Raten – Restriktion des Einsatzes von Fluorchinolonen in der Urologie

Der Einsatz von Fluorchinolon- und Chinolonantibiotika wurde am 11.03.2019 von der Europäischen Kommission gesetzlich bindend eingeschränkt. Bereits seit 2008 wurden in den USA schrittweise Warnungen zum Einsatz von dieser Antibiotikagruppe ausgegeben aufgrund der zunehmend entdeckten erheblichen und teils irreversiblen Nebenwirkungen dieser Substanzen. Hierzu zählen u. a. Sehnenrupturen, ...

Aktueller Stand des Kolonkarzinomscreenings (Fokus auf Stuhltest)

Die Abnahme des Kolonkarzinoms in Ländern mit hoher Beteiligung an Vorsorgeprogrammen zeigt, dass das Screening nützt. Mittels Koloskopie kann das Karzinom nicht nur früh entdeckt, sondern auch verhütet werden. Die Koloskopie ist aber nicht beliebt, invasiv, teuer und personenabhängig. Zunehmend sehen wir, dass ein vergleichbar gutes Bevölkerungsscreening mithilfe von repetitiv ...

Intermittierender Selbstkatheterismus – Eine Therapiemöglichkeit bei Blasenentleerungsstörungen

Der intermittierende Selbstkatheterismus (ISK) ist der Goldstandard für Patientinnen und Patienten mit funktionellen, neurogenen oder obstruktiven Blasenentleerungsstörungen, bei denen keine operative Therapieoption besteht. Diese schmerzlose Therapie wird ärztlich verordnet, und die Patientinnen und Patienten werden durch spezialisiertes, diplomiertes Pflegepersonal darin geschult. Die ...

Die Varikozele – Wann und wie soll behandelt werden?

Die Varikozele betrifft ca. 11–15 % aller erwachsenen Männer, die Inzidenz bei einer primären bzw. sekundären Infertilität liegt sogar bei 35 % bzw. bis zu 80 %. Aufgrund anatomischer Gegebenheiten treten 90–95 % aller Varikozelen linksseitig auf. Eine Behandlung ist lediglich bei einer klinisch relevanten Varikozele mit Auftreten von Schmerzen/Schwellung/Diskomfort, ggf. in Kombination mit ...

Abklärung ösophagealer Beschwerden

Ösophageale Symptome sind nach wie vor eine der häufigsten Beschwerden, für deren fachliche Beurteilung Patienten an Gastroenterologen und/oder gastrointestinale Chirurgen überwiesen werden. Diese schliessen Dysphagie, Sodbrennen/Regurgitation und (nichtkardiale) retrosternale Brustschmerzen ein. Dysphagie ist ein Alarmsymptom und sollte konsequent abgeklärt werden. Neben der Endoskopie ...

Le carcinome hépatocellulaire

Le carcinome hépatocellulaire est la tumeur maligne la plus fréquente du foie. Il se développe le plus souvent dans le contexte d’une maladie chronique du foie. Les patients à risque d’avoir un carcinome hépatocellulaire doivent être enrôlés dans un programme de surveillance pour que le diagnostic soit fait à un stade précoce. En conséquence les patients avec une cirrhose du foie doivent ...

Welches Biologikum/„small molecule“ in welcher Situation bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen?

Die TNF‑α-Blocker haben vor 20 Jahren die Behandlung der chronisch entzündlichen Darmekrankungen (CED) revolutioniert. In den letzten Jahren ist eine Reihe neuer Medikamente zur Behandlung der CED zugelassen worden und sie haben die Therapieoptionen wesentlich erweitert. Da in der Realität bei MC(Morbus Crohn)- und CU(Colitis ulcerosa)-Patienten häufig auch extraintestinale Manifestationen ...

Das akute Skrotum

Das „akute Skrotum“ ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen der Skrotalregion. Definierend sind plötzlich auftretende Schmerzen, Rötung und Schwellung im Bereich des Skrotums, meist einseitig. Zudem können die lokalen Beschwerden von Allgemeinsymptomen wie Übelkeit und Erbrechen begleitet sein. Als Ursache können mechanische, entzündliche, tumoröse oder traumatische Prozesse in ...

Prostatakarzinomfrüherkennung: Pro und Kontra

Jeder 20. Mann in der Schweiz stirbt aufgrund eines Prostatakarzinoms – dies zeigt der letzte Krebsbericht der Schweiz im Jahr 2015. Dank Weiterentwicklungen in Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms konnte die Sterblichkeit im Vergleich zur Vorperiode signifikant um 20 % gesenkt werden. Doch welche medizinische Errungenschaft hat diese eindrückliche Reduktion der Sterblichkeit ...

Minimal-invasive Therapien zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms – besser als Medikamente?

Das benigne Prostatasyndrom (BPS) stellt eine der häufigsten Erkrankungen beim alternden Mann dar und ist mit einer hohen ökonomischen Belastung assoziiert. Die pharmakologische Behandlung stellt die empfohlene Erstlinientherapie dar, wurde zuletzt aufgrund ihres Nebenwirkungsprofils jedoch zunehmend kritisch hinterfragt. Minimal-invasive Therapien (MIT) zur Behandlung des BPS wurden ...

Der chronisch rezidivierende Harnwegsinfekt bei der Frau

Harnwegsinfekte gehören zu den häufigsten Infektionen insbesondere bei der jungen, sexuell aktiven Frau. Das Lebenszeitrisiko ist grösser als 50 %. Treten mehr als 3 Harnwegsinfekte pro Jahr oder mehr als 2 Harnwegsinfekte innert 6 Monaten auf, spricht man von chronisch, rezidivierenden Harnwegsinfekten. Eine gute Anamnese, inklusive Erfragung der Risikofaktoren, kann bereits Hinweise auf ...

Männliche Infertilität – eine interdisziplinäre Herausforderung

Eine ungewollte Kinderlosigkeit betrifft bis zu 15 % der Paare mit steigender Tendenz. Gemäss WHO („World Health Organisation“) spricht man von Infertilität, wenn ein Paar trotz regelmässiger sexueller Aktivität und Verzicht auf Kontrazeption innert 12 Monaten keine spontane Schwangerschaft erzielen kann. Die Gründe sind vielschichtig und bedürfen einer genauen Abklärung sowohl des ...

Die Reizblase – Abklärung und Therapie

Die Reizblase ist ein Beschwerdebild, bei welchem ein imperativer Harndrang mit oder ohne Dranginkontinenz auftritt. Je nach Ausprägungsgrad kann sie einen signifikanten Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen haben. Die Prävalenz der überaktiven Harnblase ab dem 40. Lebensjahr beträgt ca. 17 % bei Frauen und Männern und kann mit zunehmendem Alter bis zu 32 % betragen. Zudem stellt ...

Operative Therapie der Prostatahyperplasie

Die apparativen Therapiemöglichkeiten zur Verbesserung der Miktionssituation wegen Prostataobstruktionssymptomen sind vielseitig und können immer besser dem individuellen Patienten angepasst werden. Die Standardtherapie bleibt die TUR‑P (transurethrale Resektion der Prostata). Die Erfahrung zeigt, dass mehr Therapiemöglichkeiten auf den Markt kommen, als sich durchsetzen können. Nicht ...

Le carcinome urothélial de la vessie micro-invasif

Le carcinome urothélial micro-invasif comprend les tumeurs intra-vésicales de stade pT1 envahissant le tissu conjonctif sous-muqueux mais épargnant la musculature propre de la vessie. Son principal facteur de risque est le tabagisme. En cas d’hématurie inaugurale, il est essentiel d’adresser le patient à un urologue afin qu’un bilan cystoscopique et cytologique puisse être établi. La survie ...

Prostata: Anatomie und Physiologie

Die Prostata ist eine besondere Drüse. Sie ist tief versteckt im kleinen Becken, umgeben von Fett, Bindegewebe, Beckenbodenmuskeln, Blutgefässen und Nerven. Sie wächst mit dem Alter, kann verschiedene Formen annehmen, die Harnblasenentleerung erheblich beeinträchtigen, chronisch oder akut entzündet sein oder zu unterschiedlich aggressiven Krebsformen entarten. Die Hauptaufgabe scheint die ...

Ageing Male – wann hilft die Testosteronsubstitution?

Änderungen des Hormonhaushaltes begleiten die Frau wie den Mann ein Leben lang. Beim Mann nimmt die Androgenproduktion mit dem Alterungsprozess zwar ab, wodurch Symptome auftreten können. Das Vorhandensein klinischer Beschwerden mit nachgewiesenem Mangel an Testosteron stellt nach entsprechender urologischer Untersuchung und kardiologischer Kontrolle die Indikation zur ...

Sonde vésicale: comment la gérer en pratique médicale courante

Une part considérable des prises en charge urologiques fonctionnelles et/ou oncologiques nécessitent un drainage urinaire vésical, le plus souvent via une sonde transurétrale, pour permettre la vidange vésicale et/ou faciliter la cicatrisation. Les complications rencontrées tel que le mal-positionnement de la sonde, l’obstruction de la lumière de la sonde et les infections urinaires, ...

Impotenz – Therapieoptionen 2019

Die erektile Dysfunktion (ED) ist die am häufigsten therapierte Sexualstörung. Die Ätiologie der ED kann in eine organische und nichtorganische unterteilt werden. Ersterer gehören hormonelle, vaskuläre, endokrine, iatrogene als auch pharmakologische und toxikologische Ursachen an. Nichtorganische Ursachen beinhalten unter anderem Depression, Versagensängste sowie ...

Mikrohämaturie – Abklärung wann und wie oft?

Die Mikrohämaturie ist ein häufiger (Zufalls)befund und bedarf immer einer Abklärung. Ursächlich ist ein breites Spektrum an nephrologischen und urologischen Erkrankungen, wobei bei ungefähr 80 % der Betroffenen keine Ursache gefunden werden kann. Die Basisdiagnostik beinhaltet eine Anamnese, körperlicher Untersuchung, einen mikroskopisch differenzierten Urinstatus sowie Sonographie von ...

Die Urotherapeutin: Ein neues Berufsbild in der Urologie

Die Urotherapie umfasst die Diagnostik, Behandlung und Betreuung von Menschen mit funktionellen oder organisch bedingten Störungen der Harnblase. Seit 2017 berät das Kantonsspital Winterthur urologisch abgeklärte Frauen und Männer, die Probleme und Fragen im Bereich der Blase und Prostata haben. So konnten 2018 bereits 73 Beratungen von diplomiertem Pflegefachpersonal mit der Weiterbildung ...

Benigne Prostatahyperplasie – Diagnostik in der Praxis und konservative Therapieansätze

Eine Blasenauslassobstruktion durch benigne Prostatahyperplasie kann Miktionssymptome (LUTS [„lower urinary tract symptoms“]) verursachen. Der individuelle Leidensdruck ist sehr variabel. Standardisierte Fragebögen wie der IPSS („International Prostate Symptom Score“) können die Symptomatik und den Leidensdruck des Patienten quantifizieren. Die digital-rektale Untersuchung (DRU) ist zur ...

Pubertas tarda bei hypogonadotropem Hypogonadismus

Die Pubertät leitet von der Kindheit ins Erwachsenenalter über. Die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse ist während der fetalen und neonatalen Entwicklung aktiviert und fällt danach bis zur Pubertät in eine Ruhephase. Die Pubertät beginnt mit einer Reaktivierung der gonadalen Achse. Es gibt keine allgemeinen Richtlinien dazu, in welchem Alter beim Ausbleiben von Pubertätsmerkmalen eine ...

Endometriumdicke in der Sonographie – ein wichtiger Parameter der endometrialen Rezeptivität?

Regelhaft nutzen Reproduktionsmediziner die Sonographie, um die Endometrium(EM)-Dicke vor Embryotransfer (ET) zu beurteilen und diesen Parameter dann als prognostischen Faktor für das Implantationsverhalten zu verwenden. Allerdings sind das mütterliche Alter und die ovarielle Reaktion auf eine Stimulationstherapie mit rekombinantem follikelstimulierendem Hormon bei In-vitro-Fertilisation ...

Embolisation der Prostataarterien zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms: Reif für den klinischen Alltag?

Bei unzureichendem Ansprechen des benignen Prostatasyndroms (BPS) auf eine medikamentöse Therapie wird ein chirurgisches Vorgehen empfohlen. Aufgrund der Morbidität der operativen Methoden wurden eine Reihe minimal-invasiver Eingriffe entwickelt, hierzu zählt auch die „prostatic artery embolization“ (PAE). Nach Erstbeschreibung einer Verbesserung von Miktionssymptomen nach PAE im Jahr 2000 ...

Der Effekt von Wachstumshormon auf die menschlichen Alterungsprozesse. Teil 2

Eine große Anzahl von Studien weist auf die signifikante Reduktion der Wachstumshormonsekretion und der damit zusammenhängenden IGF-1-Plasmaspiegel während des menschlichen Alterungsprozesses hin. Dies geht mit der Erniedrigung von Muskelmasse, Knochenmasse, Vitalität und dem Verlust von anderen wichtigen physiologischen Funktionen einher. Dazu gehören die Verschlechterung mentaler und ...

Fieberhafter Harnwegsinfekt mit Harntraktdilatation

Ein fieberhafter Harnwegsinfekt kann zu einer Urosepsis führen und daher ist eine rasche Diagnostik und Behandlung notwendig. Besonders wichtig sind eine ausführliche Anamnese und Diagnostik, bei der initialen Bildgebung reicht in der Regel eine Sonographie. Diese kann sehr zuverlässig eine Harntransportstörung (Harnstau, Blasenentleerungsstörung) diagnostizieren. Weitere bildgebende ...

Ein neuer Goldstandard der Prostatakarzinomdiagnostik? Bedeutung der bildgebungsgestützten gezielten Biopsien

Aktuelle Studien zeigen einen Nutzen der MRT in Erst- und Rebiopsien für die Prostatakrebsdiagnostik. Eindrucksvoll wurden in mehreren Vergleichsstudien eine erhöhte Detektionsrate von klinisch signifikanten sowie anterior gelegenen Prostatakarzinomen, geringere Nebenwirkungen für den Patienten nach der Biopsie und eine niedrigere Diagnoserate von „low risk“ Prostatakarzinomen nachgewiesen. ...

Harnwegsinfekte, Harninkontinenz und chronisches Beckenschmerzsyndrom: Wie therapiere ich chronische urologische Erkrankungen?

In urologischen Facharztpraxen weisen 50–70 % der Patienten chronische urologische Erkrankungen auf, wie z. B. rezidivierende Harnwegsinfekte, die somatoforme überaktive Blase und die Enuresis des Erwachsenen und des Kindes, das chronische Beckenschmerzsyndrom und die psychosomatisch bedingte Form der Post-Prostatektomie-Harninkontinenz. Denn die 12-Monats-Prävalenz psychischer Störungen in ...

Therapie von Harnwegsinfektionen

Harnwegsinfektionen gehören auf der ganzen Welt zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Ihre Behandlung verursacht einen enormen Antibiotikaverbrauch, der wiederum für den weltweiten Anstieg resistenter Erreger hauptverantwortlich gemacht wird. Um den Resistenzanstieg zumindest zu verlangsamen und den konzeptionellen Änderungen bei Diagnostik und Therapie gerecht zu werden, sind heute mehr ...

Schwangerschaften bei älteren Müttern und Vätern

Es gibt ein erhöhtes Risiko für Infertilität, Chromosomenaberrationen, ein schlechteres Ergebnis bei in-vitro-Fertilisierungs(IVF)-Versuchen, Präeklampsie, Diabetes mellitus gravidarum, Placenta praevia, Sectio, Totgeburten, mütterliche intensivstationäre Betreuung und erhöhte mütterliche Mortalität bei Frauen, die eine Schwangerschaft in höhere Altersgruppen verschieben. Die Verlegung des ...

Resonanz im und zwischen Menschen – messbarer Schlüsselmechanismus für Heilung und Adhärenz

Der Medizinnobelpreis 2017 zeigt, dass man die Reagibilität des Menschen auf innere und äußere, bewusst und unbewusst verarbeitete Reize als biopsychosozioemotionales, adaptiv-antizipativ „schwingendes“ System verstehen kann. Alle biologischen Prozesse in uns folgen einem intrinsischen Eigenrhythmus. Die sich – unter dem ordnenden Einfluss von Regelmäßigkeit (Tag/Nacht, Lebensstil) – selbst ...

Der Effekt von Wachstumshormon auf die menschlichen Alterungsprozesse. Teil 1

Eine große Anzahl von Studien weist auf die signifikante Reduktion der Wachstumshormonsekretion und der damit zusammenhängenden IGF-1-Plasmaspiegel während des menschlichen Alterungsprozesses hin. Diese Veränderungen gehen einher mit der Erniedrigung von Muskelmasse, Knochenmasse, Vitalität und dem Verlust von anderen wichtigen physiologischen Funktionen. Es finden sich ferner ...

Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie

Die interventionelle Steintherapie beinhaltet im Wesentlichen 3 Therapiemodalitäten. Hierbei stellt die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) neben der Ureterorenoskopie (URS) und der perkutanen Nephrolitholapaxie (PCNL) einen wesentlichen Behandlungspfeiler sowie die einzige nichtinvasive Behandlungsoption von Steinen im Harntrakt dar. Nach einer langen Phase der hohen Akzeptanz der ...

Neuroendokrines Prostatakarzinom

Neuroendokrine Prostatakarzinome (NEPC) treten zumeist in Form eines gemischt neuroendokrin-azinären Prostatakarzinoms auf, das sich unter antiandrogener Therapie entwickelt (t-NEPC). Etwa 30–40 % aller metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinome weisen neuroendokrine Anteile auf. Primäre kleinzellige Prostatakarzinome sind hingegen äußerst selten. Ein t‑NEPC sollte in Betracht ...

Die transperineale Prostatabiopsie in Lokalanästhesie

Als Standarduntersuchung zur Prostatakarzinomdiagnose gilt die transrektale Biopsie. Das Infektionsrisiko steigt jedoch mit zunehmender Antibiotikaresistenz der Darmflora. Wir präsentieren eine standardisierte, transperineale Biopsietechnik, welche seit Januar 2015 in unserer Praxis routinemäßig wie folgt angewendet wird: Prophylaxe mit 500 mg eines oralen Fluorquinolons, Steinschnittlage ...

Einfluss der laparoskopischen bilateralen Zerviko- (LACESA) und Vaginosakropexie (LAVASA) auf die Misch- und Dranginkontinenz der Frau

Genitalprolaps und Harninkontinenz sind weltweit verbreitet. Wegen ihrer Komplexität stellen sie nach wie vor eine große medizinische Herausforderung dar. Auf Basis der Integraltheorie von Petros und Ulmsten wurden die laparotomische Zerviko- bzw. Vaginosakropexie (CESA bzw. VASA) als operative Therapie bei Drang- und Mischinkontinenz entwickelt. Nun wurde die laparotomische Form erstmals ...

Organerhaltende Therapie beim Urothelkarzinom des oberen Harntraktes (UTUC)

Das UTUC („upper tract urothelial carcinoma“) ist eine seltene Erkrankung, die sich bei der Erstdiagnose in vielen Fällen als bereits invasiv wachsender Tumor präsentiert. In dieser Situation gilt nach wie vor die radikale Nephroureterektomie als Goldstandard. In ungefähr 20 bis 40 % der Fälle besteht jedoch bei der Erstdiagnose ein nichtinvasiver Tumor (pTa) mit guter Differenzierung („low ...

Rolle der zytoreduktiven radikalen Prostatektomie beim oligometastasierten Patienten

Hintergrund Bis heute ist die Rolle der zytoreduktiven Chirurgie bei oligometastatischem Prostatakarzinom (PCa) unklar. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen Überblick über die aktuelle Literatur und Studien zu geben. Ergebnisse Die zytoreduktive radikale Prostatektomie (CRP) bei Patienten mit einem oligometastatischen Prostatakrebs ist durchführbar und sicher. Während die ...

Tumorscreening bei Transplantationspatienten vor und nach Transplantation

Ein adäquates Tumorscreening zur Detektion maligner Neoplasien vor und nach Organtransplantation ist ein im Langzeitverlauf einer Transplantation, neben der Behandlung von kardiovaskulären sowie von metabolischen Erkrankungen, äußerst wichtiger Bestandteil, der jedoch bisweilen eine Herausforderung für unsere Hochleistungsmedizin darstellt. Bezüglich der Neoplasien bei transplantierten ...

Prämature Ovarialinsuffizienz

Der Begriff „prämature Ovarialinsuffizienz“ (POI) bezeichnet den vorzeitigen Verlust der Ovarialfunktion vor dem 40. Lebensjahr mit dem konsekutiven kombinierten Auftreten eines hypergonadotropen Hypogonadismus und einer primären/sekundären Amenorrhoe. Die Diagnostik beinhaltet eine detaillierte Anamnese (Chemotherapie, Radiotherapie, Operationen) sowie die Abklärung genetischer Ursachen und ...

Resultate der Laboranalyse nach Nierenteilresektion

Die bis heute einzige kurative Therapie des Nierenzellkarzinoms ist die vollständige operative Entfernung des Tumorgewebes. Die operativen Möglichkeiten beinhalten die radikale Nephrektomie und die Nierenteilresektion. Unter dem Einfluss des Paradigmenwechsels in den Leitlinien zur operativen Therapie des Nierenzellkarzinoms rückt die organerhaltende Nierentumorchirurgie in den Fokus der ...

Risikomodellierung zum gesunden Altern

Die individuelle altersabhängige Gesundheit ist ein dynamischer, zufälligen Schwankungen unterliegender Prozess. Anders als beispielsweise Preise oder Aktienkurse lässt sich Gesundheit nicht als Zeitreihe skalarer Werte darstellen. Stattdessen ist Gesundheit ein hochdimensionales und hochkomplexes System, dessen einzelne Parameter sich in folgende Kategorien einteilen lassen: 1. Körper, 2. ...

Das Syndrom polyzystischer Ovarien und Metformin

Das Syndrom polyzystischer Ovarien (PCOS) gilt als die häufigste endokrine Erkrankung bei Frauen mit Kinderwunsch und ist ein klinisches Syndrom mit unterschiedlichen phänotypischen Ausprägungen. Bei PCOS gibt es kein einzelnes diagnostisches Kriterium für die klinische Diagnostik, sondern meist besteht eine Kombination mehrerer klinischer Symptome. Eine kausale Behandlung ist wegen des ...

Weibliche Genitalverstümmelung – wie gehen wir damit um?

Das weltweite Problem der weiblichen Genitalverstümmelung („female genital mutilation“, FGM) begegnet uns durch die steigende Migration auch hier in Deutschland zunehmend. Seit Ende 2014 ist die Zahl der Betroffenen, die bei uns leben, um ca. 30 % gestiegen. Derzeit leben in Deutschland knapp 50.000 Frauen und Mädchen nach FGM. Für große Geburtskliniken ist es wichtig, sich empathisch mit ...

Präeklampsie

Präeklampsie (PE) ist eine der häufigsten Schwangerschaftserkrankungen, die aufgrund einer dysfunktionellen Einheit zwischen Mutter, Fet und Plazenta zu Hypertonie und Proteinurie führt. Die kurzfristig lebensgefährlichen Komplikationen mit Multiorganbeteiligung, vor allem renal, hepatisch, zerebral, pulmonal und hämatologisch, erhöhen kindliche wie mütterliche prä- und peripartale ...

Endokrine antihormonelle Therapie in der Prämenopause

Aktuelle Studien haben die Möglichkeiten der Therapie eines prämenopausalen Mammakarzinoms verändert und die Therapieleitlinien der internationalen und nationalen senologischen Gesellschaften ergänzt. Bei prämenopausalen Patientinnen mit niedrigem Rezidivrisiko ohne Chemotherapie bleibt Tamoxifen erste Wahl, wobei bei guter Verträglichkeit nach 5 Jahren die Verlängerung der Therapie mit ...

Bildgebende Methoden in der Mammadiagnostik – welche ist die beste?

Zur bildlichen Darstellung von Mammatumoren stehen mit der Sonographie, der Mammographie und der Kernspintomographie drei physikalisch-technisch unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Die Möglichkeiten und Grenzen sind literaturmäßig dargestellt. Es wird dargestellt, dass weder das in Deutschland eingeführte Mammographiescreening noch ein Screening mit einer der anderen Methoden möglich ...

Langzeitergebnisse der Harnröhrenplastik mit Mundschleimhaut

Ziel Die Rekonstruktion langstreckiger Harnröhrenstrikturen mittels Gewebeersatz („oral mucosal graft“, OMG) gilt als Goldstandard. Wir präsentieren die bislang größte Serie mit Langzeitergebnissen. Material und Methoden Zwischen 04.1994 und 03.2016 wurden 968 langstreckige Rezidivurethrastrikturen einzeitig und 39 mehrzeitig mittels OMG rekonstruiert (n = 1007). Anzahl der ...

Die überaktive Harnblase

Die überaktive Harnblase wird als Komplex der Harnspeichersymptomen unaufschiebbarer Harndrang, Pollakisurie und Nykturie verstanden. Durch den demographischen Wandel wird die Prävalenz in den nächsten Jahren um 20–30 % ansteigen. Die Basis für verhaltenstherapeutische Maßnahmen, wie Toilettentraining, Miktionstraining oder Regulation der Flüssigkeitszufuhr, liefert das Miktionsprotokoll. ...

Die Rolle des Mikrobioms der weiblichen Harnwege in der Urogynäkologie

Zahlreiche Studien haben in den letzten Jahren Beweise für die Präsenz von Mikroorganismen im Harn geliefert, die durch herkömmliche mikrobiologische Verfahren nicht festgestellt werden können. Die Sequenzierung der DNA ermöglicht die Identifizierung von Bakterien oder ihrer Fragmente im Harn von gesunden und symptomatischen Patientinnen. Unsere Arbeit bietet einen Überblick über die ...

Fusionsbiopsie der Prostata

Die Fusionsbiopsie der Prostata beschreibt eine Methode, bei der im Rahmen einer Prostatabiopsie die Bilder einer vorangegangenen multiparametrischen Magnetresonanztomographie (mpMRT) mit denen des transrektalen Ultraschalls digital fusioniert werden können. Die mpMRT stellt die derzeit beste bildgebende Methode zur Darstellung eines Prostatakarzinoms dar. Suspekte Areale innerhalb der ...

Detektion des Prostatakarzinoms mittels MRT-gestützter In-bore-Prostatabiopsie und der Zusammenhang mit dem Prostatavolumen

Einleitung Der Zusammenhang zwischen Prostatavolumen und Prostatakarzinomdetektion wurde in einem Patientenkollektiv, das sich einer MRT-gestützten In-bore-Prostatabiopsie unterzog, untersucht. Patienten und Methoden Zwischen Juni 2011 und Dezember 2015 wurden 140 konsekutive MRT-gestützte In-bore-Prostatabiopsien vorgenommen. Die klinischen Daten aller Patienten wurden prospektiv in ...

Wie weit sind die molekularen Marker beim Prostatakarzinom?

Das Prostatakarzinom ist zwar der häufigste Tumor des Mannes, dennoch gibt es eine ganze Reihe von diagnostischen und therapeutischen Unklarheiten: Wer soll biopsiert werden? Wer soll bei negativer Erstbiopsie nochmals biopsiert werden? Wer kann beobachtet werden? Wie hoch ist das Mortalitätsrisiko? Wer braucht eine Therapie? Und nicht zuletzt: Wird diese Therapie auch wirken? Dem steht im ...

Schilddrüse und weibliche Fertilität

Besonders subklinische Veränderungen der Schilddrüsenfunktion sind bei prämenopausalen Frauen sehr häufig. Schilddrüsenhormone selbst (T3, T4), aber auch das thyreoideastimulierende Hormon (TSH) beeinflussen unabhängig von der Regulation der zirkulierenden Hormone direkt die Konzeption und Schwangerschaft. Sowohl Hyper- als auch Hypothyreose wirken sich daher wesentlich auf die Fertilität ...

Bioidentische Hormone in der Menopausetherapie

Eine menopausale Hormontherapie (MHT) ist heute wissenschaftsbasiert unter Beachtung persönlicher Risikofaktoren und methodischer Varianten wie bioidentischer Vorgehensweisen risikoarm möglich. Hierbei ist nicht nur auf „körperidentische“ Hormone wie Estradiol und Progesteron oder Hormongemische mit Estradiol, Estriol und Estron im Vergleich zu „synthetischen“ oder nichthumanen ...