Haarausfall: Ursache, Abklärung und Therapie bedeutsamer Krankheitsbilder in der frauenärztlichen Sprechstunde
Zeitschrift: Journal für Gynäkologische Endokrinologie > Ausgabe: 1/2026
Autoren: Priv.-Doz. Dr. med. Matthias Möhrenschlager, Marie-Charlotte Brüggen, Peter Schmid-Grendelmeier
Zusammenfassung
Haarverlust wird von Betroffenen vielfach als belastend erlebt und führt zu einer Minderung der Lebensqualität. Frauen können sich mit umschriebenem oder diffusem Haarausfall in der gynäkologischen Sprechstunde zeigen. Hierbei muss untersucht werden, ob die Haarfollikel im Alopezieareal erhalten oder durch Vernarbung ersetzt sind. Zahlreiche Krankheitsbilder können gesehen werden: Die androgenetische Alopezie der Frau weist ein charakteristisches Bild der zentralen Haardichteminderung mit erhaltener Haarbrücke frontal auf. Das telogene Effluvium findet sich rasch nach belastenden Ereignissen und führt zu büschelweisem Haarverlust. Im Rahmen einer Chemotherapie wird das anagene Effluvium gesehen. Plötzlicher umschriebener Haarverlust mit Nachweis von Ausrufezeichenhaaren kennzeichnet den kreisrunden Haarausfall. Die Tinea capitis kann haardichtegeminderte erythematöse Maculae mit Schuppung nach Infektion mit Dermatophyten aufweisen. Eine Impulskontrollstörung liegt der Trichotillomanie zugrunde. Diese und weitere Krankheitsbilder mit Haarverlust erfordern eine rasche diagnostische Einordnung und eine unverzügliche Einleitung einer adäquaten Behandlung.Über diesen Artikel
Titel: Haarausfall: Ursache, Abklärung und Therapie bedeutsamer Krankheitsbilder in der frauenärztlichen Sprechstunde
Publikationsdatum: 02.02.2026
Verlag: Springer Vienna
Autor*innen: Priv.-Doz. Dr. med. Matthias Möhrenschlager, Marie-Charlotte Brüggen, Peter Schmid-Grendelmeier
DOI: https://doi.org/10.1007/s41975-026-00430-4
Zeitschrift: Journal für Gynäkologische Endokrinologie / Revue de Endocrinologie Gynécologique
Veröffentlicht in: Ausgabe: 1/2026
Print ISSN: 1995–6924
Elektronische ISSN: 2520–8500
