12.08.2025 | Originalien | Gastroenterologie | Ausgabe: 2025–3
Open Access
Neue Standards in der Behandlung der primären biliären Cholangitis
Zeitschrift: Schweizer Gastroenterologie > Ausgabe: 2025–3
Autoren: Dr. med. Marius Vögelin, Prof. Dr. med. Andreas E. Kremer, PhD, MHBA
Zusammenfassung
Die primäre biliäre Cholangitis (PBC) ist eine chronische, cholestatische Lebererkrankung, die unbehandelt zur Zirrhose führen kann und häufig mit Fatigue, Pruritus und Sicca-Symptomatik einhergeht. Seit über 40 Jahren ist Ursodeoxycholsäure die Standardtherapie. Allerdings sprechen 30–40 % der Patient:innen nicht ausreichend auf Ursodeoxycholsäure an oder zeigen Risikofaktoren für ein Fortschreiten, was eine Zweitlinientherapie erforderlich macht. Neue internationale Kohortenanalysen ermöglichen eine frühzeitige Identifikation von Risikopatient:innen und belegen, dass strengere Therapieziele die Mortalität und den Transplantationsbedarf senken können. Neben etablierten Zweitlinienmedikamenten wie Obeticholsäure oder Fibraten befinden sich mehrere neue Wirkstoffe in fortgeschrittenen Studienphasen. Insbesondere Seladelpar und Elafibranor – beides selektive Agonisten von Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptoren – zeigten in Phase-2- und -3-Studien eine gute Verträglichkeit sowie hohe biochemische Ansprechraten. Sie wurden daher kürzlich zur Zweitlinientherapie der primären biliären Cholangitis zugelassen. Zudem widmen sich klinische Studien verstärkt den belastenden Leitsymptomen Fatigue und Pruritus, mit dem Ziel, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.Über diesen Artikel
Titel: Neue Standards in der Behandlung der primären biliären Cholangitis
Publikationsdatum: 12.08.2025
Verlag: Springer Vienna
Autor*innen: Dr. med. Marius Vögelin, Prof. Dr. med. Andreas E. Kremer, PhD, MHBA
DOI: https://doi.org/10.1007/s43472-025-00173-w
Zeitschrift: Schweizer Gastroenterologie / Gastroentérologie suisse – Gastroenterologia svizzera
Veröffentlicht in: Ausgabe: 2025–3
Print ISSN: 2662–7140
Elektronische ISSN: 2662–7159
