Osteoporose beim Mann – eine unterschätzte Nebenwirkung des Hormonentzugs beim Prostatakarzinom
Zeitschrift: Urologie in der Praxis > Ausgabe: 2025–3
Autoren: Dr. med. Christof Achermann, Hubert John, Lukas Wildi
Zusammenfassung
Osteoporose beim Mann ist eine häufig unterschätzte Erkrankung mit einer relevanten Morbidität und Mortalität. Mögliche Ursachen sind vielseitig, eine häufige Ursache sind sinkende Spiegel der Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen. Bei der antiandrogenen Therapie beim Prostatakarzinom kommt es zu einem raschen Verlust der Knochendichte und einem erhöhtem Frakturrisiko. Zur Prävention und Behandlung stehen Lebensstilmassnahmen, Kalzium- und Vitamin-D-Supplementierung sowie medikamentöse Therapien mit Denosumab, Bisphosphonaten oder osteoanabolen Substanzen zur Verfügung. Denosumab darf nur verwendet werden, wenn der Therapiehorizont auf 10 Jahre limitiert und die regelmässige Verabreichung absolut garantiert ist. Denosumab darf nach mehr als 1‑jähriger Therapie keinesfalls ohne Nachbehandlung mit Bisphosphonaten abgesetzt werden. Die medikamentösen Therapien müssen unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiken individualisiert eingesetzt werden.Über diesen Artikel
Titel: Osteoporose beim Mann – eine unterschätzte Nebenwirkung des Hormonentzugs beim Prostatakarzinom
Publikationsdatum: 20.08.2025
Verlag: Springer Vienna
Autor*innen: Dr. med. Christof Achermann, Hubert John, Lukas Wildi
DOI: https://doi.org/10.1007/s41973-025-00306-3
Zeitschrift: Urologie in der Praxis / Urologie en pratique
Veröffentlicht in: Ausgabe: 2025–3
Print ISSN: 2661–8737
Elektronische ISSN: 2661–8745
