05.01.2026 | Online-Artikel | Redaktionstipp | Podcast

Podcast: Human- und Tiermedizin im Vergleich: Was Ärzte voneinander lernen können

Warum Zuhören in der Ordination oft wichtiger ist als Technik

Was haben ein All­ge­mein­me­di­zi­ner und eine Tier­ärz­tin gemein­sam? Mehr, als man denkt. In die­ser Pod­cast­folge tref­fen zwei Wel­ten auf­ein­an­der, die sich im War­te­zim­mer sel­ten begeg­nen, aber im Kern erstaun­lich ähneln. Ronny Tekal, Arzt, Radio­dok­tor und Medi­zin­ka­ba­ret­tist, spricht mit Tier­ärz­tin „Dog­tor” San­dra Burin über ihren Berufs­all­tag, der von Dia­gnose, Ver­trauen und Emo­tion geprägt ist.

Men­schen erklä­ren ihre Sym­ptome oder recher­chie­ren sie im Inter­net, wäh­rend Tiere stumm blei­ben. Dafür spre­chen ihre Hal­ter oft umso lau­ter. Beide Gäste schil­dern, wo Miss­ver­ständ­nisse ent­ste­hen, warum Kom­mu­ni­ka­tion manch­mal wich­ti­ger ist als jede The­ra­pie und wes­halb Empa­thie die Grund­lage für Pro­fes­sio­na­li­tät bildet.

Das Gespräch behan­delt den ers­ten Kon­takt in der Pra­xis, schwie­rige Gesprä­che, Grenz­si­tua­tio­nen wie lebens­ver­än­dernde Dia­gno­sen oder das Ein­schlä­fern eines Tie­res. Zudem wird die Frage erör­tert, was einen „guten Tag“ im Gesund­heits­be­ruf aus­macht – jen­seits von Abrech­nung und Routine.

Es geht um Nähe und Distanz, Ver­ant­wor­tung und Ver­trauen. Und um die ein­fa­che, aber unbe­queme Wahr­heit: Hei­len beginnt oft nicht mit Medi­ka­men­ten, son­dern mit Zuhören.

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