15.11.2024 | Blick über den Tellerrand | Gynäkologie | Rechtsmedizin | Ausgabe: 4/2024
Rechtsmedizinische Untersuchung und Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt
Eine interdisziplinäre Herausforderung
Zeitschrift: Journal für Gynäkologische Endokrinologie > Ausgabe: 4/2024
Autoren: Dr. med. Conny Hartmann
Zusammenfassung
Die forensisch-klinische Untersuchung nach sexualisierter Gewalt spielt eine entscheidende Rolle sowohl in der Beweissicherung als auch in der medizinischen und psychologischen Versorgung der Betroffenen. Eine sorgfältige Spurensicherung und Dokumentation der Verletzungen erfordert höchste Präzision und interdisziplinäre Kooperation. Insbesondere bei fehlenden sichtbaren Verletzungen ist die umfassende Untersuchung von zentraler Bedeutung, um subtile Spuren eines Übergriffs festzustellen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Rechtsmedizin, Gynäkologie, Psychologie und den Ermittlungsbehörden ist unerlässlich, um eine ganzheitliche Betreuung der Opfer sicherzustellen und die gerichtliche Verwertbarkeit der Beweise zu gewährleisten. Das Berner Modell stellt einen Prototyp derartiger interdisziplinärer Zusammenarbeit dar und räumt den Opfern die notwendige Zeit ein, ohne Druck über eine Anzeige zu entscheiden.Über diesen Artikel
Titel: Rechtsmedizinische Untersuchung und Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt
Publikationsdatum: 15.11.2024
Verlag: Springer Vienna
Autor*innen: Dr. med. Conny Hartmann
DOI: https://doi.org/10.1007/s41975-024-00371-w
Zeitschrift: Journal für Gynäkologische Endokrinologie / Revue de Endocrinologie Gynécologique
Veröffentlicht in: Ausgabe: 4/2024
Print ISSN: 1995–6924
Elektronische ISSN: 2520–8500
