01.06.2024 | Ultraschall-Repetitorium | Urologie | Ausgabe: 2024–2
Open Access
Repetitorium Sonographie der Nieren Teil 2: klinische Anwendung und Krankheitsbilder
Zeitschrift: Urologie in der Praxis > Ausgabe: 2024–2
Autoren: Dimitar Tsarov, Marc A. Furrer
Zusammenfassung
Die transabdominale Sonographie spielt bei der Beurteilung von benignen und malignen Befunden des oberen Harntraktes eine wichtige Rolle, nicht nur in der elektiven ambulanten Sprechstunde, sondern auch in der Notfallsituation (z. B. zur Beurteilung einer Nierenstauung bei Flankenkoliken und Verdacht auf Urosepsis oder als E‑FAST [„extended focused assessment with sonography in trauma“] als bettseitiges Ultraschallprotokoll zum Nachweis von freier Flüssigkeit als Indiz für ein Urinom oder Hämatom beim Nierentraumapatienten). Die konventionelle Sonographie ist nicht nur essenziell für die Erstbeurteilung von benignen und pathologischen Befunden, sondern auch für die Indikationsstellung von weiteren diagnostischen und therapeutischen Massnahmen. Zu den benignen Befunden gehören u. a. anatomische Anomalien (z. B. Hufeisenniere), entzündliche Veränderungen (Nephritis, Abszess), vaskuläre Pathologien (Nierenarterienstenose), Steinleiden (Urolithiasis), Traumafolgen oder postoperative Komplikationen (Urinom, Blutung), Sekundärmanifestationen einer anderen Pathologie (Harnstauung oder vesikoureterorenaler Reflux) sowie Nierenzysten oder -divertikel sowie benigne Tumoren (Angiomyolipom, Onkozytom). Die häufigsten malignen Nierentumoren sind das Nierenzellkarzinom, bei den pädiatrischen Patienten das Nephroblastom (Wilms-Tumor) sowie weniger häufig Nierenmetastasen und Nierenlymphome. Erschwerend kommt bei der Unterscheidung zwischen benignen und malignen Befunden der Nieren dazu, dass gewisse sonomorphologische Eigenschaften sowohl bei benignen als auch malignen Veränderungen vorkommen. Zur besseren Differenzierung und Charakterisierung der Befunde wird der kontrastmittelverstärkte Ultraschall (CEUS) wird bei der Abklärung von pathologischen Befunden der Nieren immer häufiger durchgeführt. Als weitere diagnostische Mittel werden die Computertomographie des Abdomens (CT) sowie die Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt. Diese Übersichtsarbeit soll als praxisorientiertes Repetitorium der Nierensonographie dienen und stellt einen Überblick über benigne und pathologische Befunde des oberen Harntrakts mit Fokus auf die Nieren bereit.Über diesen Artikel
Titel: Repetitorium Sonographie der Nieren Teil 2: klinische Anwendung und Krankheitsbilder
Publikationsdatum: 01.06.2024
Verlag: Springer Vienna
Autor*innen: Dimitar Tsarov, Marc A. Furrer
DOI: https://doi.org/10.1007/s41973-023-00235-z
Zeitschrift: Urologie in der Praxis / Urologie en pratique
Veröffentlicht in: Ausgabe: 2024–2
Print ISSN: 2661–8737
Elektronische ISSN: 2661–8745
